Chronik

 

ffw klein

Gründungsfoto vom 04.04.1897 

Gegründet am 04.04.1897

Am 04.04.1897 trafen sich verantwortungsbewusst denkende Bürger in der örtlichen Gaststätte und gründeten mit 43 Feuerwehrmännern die Freiwillige Feuerwehr Altmersleben. Bei der Gründung wurde Hilfestellung vom Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes H. Hoffmann aus Salzwedel und vom Brandmeister W. Wienicke, der ein Jahr früher die Nachbarfeuerwehr aus Güssefeld gründete, geleistet. Zum Brandmeister wurde W. Preetz gewählt. Stellvertretender Brandmeister wurde Fr. Borchert und Schriftführer wurde H. Ulrich. Zu diesem Zeitpunkt wurde erkannt, dass nur durch eine organisierte und qualifizierte Mannschaft eine effektive Brandbekämpfung möglich ist. Es war damals eine Handdruckspritze vorhanden, die das Jahr 1890 ausweist. Man hatte sich auch schon vor der Gründung versucht, sich gegen das Feuer zu wehren, was man von der Handdruckspritze schließen kann. Die Handdruckspritze war aber nicht die älteste, bekannt war, dass in unserem  Nachbarort eine Handdruckspritze von 1885 stand. Diese handdruckspritzen sind heute noch funktionstüchtig.

Die Feuerwehrmänner von damals bildeten sich durch Übung weiter. Wenn es mal brannte, wurde durch das blasen des Feuerwehrhorns die ganzen Feuerwehrmänner gerufen. Sie waren meist ortsansässig. Der Grundstein für eine wirksame Brandbekämpfung war gelegt

Die Feuerwehrmänner leisteten Ihren Dienst neben der schweren, körperlichen Arbeit in der Landwirtschaft oder im Gewerbe. Im Jahre 1915 wurde eine Jugendwehr gegründet. Die Ausbildung übernahm der Brandmeister W. Preetz. Der Aufbau der Feuerwehr  wurde entsprechend der Gesellschaftsstruktur durch zwei Kriege beeinflusst. Viele Feuerwehrmänner starben im Kampf oder kamen krank bzw. verwundet nach Hause. Dadurch mussten viele Großväter und Frauen die Handdruckspritze bedienen.

In den Jahren 1942/43 bekam die Feuerwehr Altmersleben die erste Ts8. Sie wurde vom Maschinisten und Schmiedemeister W. Voigt gepflegt. Die Brandbekämpfung wurde mit der TS8 effektiver. Nach dem Krieg kamen dann viele junge Männer nach und die Feuerwehr füllte sich wieder mit Personal auf. Unter den neuen Verhältnissen wurde die FFW Altmersleben eine sehr schlagkräftige Truppe. Sowohl bei der Brandbekämpfung als auch bei Feiern.

Die gesellschaftliche Entwicklung ging weiter und mit Ihr auch die Aufgaben der Wehr. Es stand nicht mehr nur der vorbeugende Brandschutz im Vordergrund, sondern die Feuerwehr wurde in jedem Ort zu einem gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Faktor. Um nur einige Dinge zu nennen: Verschönerung des Dorfbildes, Abrissarbeiten der Bushaltestelle, Löschteiche Schrottsammlungen, Organisation von Festen. Inzwischen wurde auch das Gerätehaus zu klein, da mit der TS8 auch Schläuche gelagert und gepflegt werden mussten. Daher musste ein neues Gerätehaus gebaut werden. Um die genutzten Schläuche auch trocknen zu können, hatte dieses einen Turm. Auch die Technik musste ordnungsgemäß untergestellt werden können. Diese Arbeit wurde vom damaligen Wehrleiter Georg Otte übernommen und erfüllt. Das ganze unentgeltlich. Damals war man auf eine Aufbaunadel stolz. Man dachte nicht daran, Geld zu bezahlen.

Das Gerätehaus zu bauen, war nur durch gemeinsame Anstrengung aller Bürger und unter besonderem Einsatz der Feuerwehrmänner möglich. Das Bauholz wurde von den Bauern gespendet von den Feuerwehrmännern geschlagen und unter gefechtsmäßigen Zuständen transportiert und zugeschnitten. Es wurden 4848 freiwillige Arbeitsstunden im Wert von 5528,- DM geleistet. Die Bürger spendeten 5500, -DM. Es wurden viele Feuerwehrmänner mit der Aufbaunadel geehrt.

Mit dem 60. Jubiläum, also 1957, wurde das neue Gerätehaus mit einem großen fest eingeweiht.

1977 bekam die Feuerwehr einen Barkas B1000. Er war ausgestattet mit einer Ts8, Schlauchhaspel, Funk und allem was zum löschen gebraucht wurde. Desweiteren war für das Fahrzeug ein weiterer Einschub mit Werkzeug vorhanden, da unsere Feuerwehr auch im Zivilschutz tätig war. Hierfür wurde 1x im Jahr geübt. Es wurde alarmiert und der Einschub im Fahrzeug gewechselt. So wurde unser Barkas B1000 als Werkstattfahrzeug genutzt.

1998 bekamen wir eine weitere Unterstellmöglichkeit im Nachbargebäude. Nötig wurde dies, da der Barkas nicht mehr auf dem Stand der heutigen Zeit war und somit eine Neuanschaffung eines Fahrzeuges nötig wurde. Im selben Jahr, kam dann ein TSF-W in Form eines Mercedes Fahrgestells mit Schmitz Aufbau. Das Fahrzeug ist bestückt mit der nötigen Grundausstattung, einem Löschwassertank mit 750l und einem Hochdruckschnellangriff. So war und Ist unsere Wehr allem gewappnet was uns erwarten kann. Auch eine kräftige Jugendwehr konnten wir zu der Zeit vorweisen. Die Jungs und Mädels holten viele Siege ein.

In den darauffolgenden Jahren bis 2013 ging die Wehr durch einige schwierige Phasen. So wechselten krankheitbedingt oft die Wehrleiter und die Gemeinden gingen durch viele Strukturwandel die auch an den Feuerwehren nicht spurlos vorbeigingen.  So ist es heute so, dass die Feuerwehr Altmersleben den Barkas B1000 aus Kostengründen verkaufen musste und seit dem 01.01.2013 eine Löschgruppe hat. Dies ging daraus hervor, dass die FFW Kahrstedt nicht mehr allein wirken konnte. Somit gingen sie freiwillig zu uns als Löschgruppe über

Heute weist die Wehr einen TSF-W vor, einen Schlauchhaspelanhänger mit 120m B Schläuchen und  einen umgebauten TSA mit Notfallagregat zur Versorgung des Gerätehauses mit Strom im Fall eines Stromausfalls, einem Lichtmast 8m und 300m B-Schlauch auf. Die Technik wird bedient von 18 Feuerwehrmännern, 3 Feuerwehrfrauen und 3 Jugendfeuerwehrmädchen. Desweiteren hat unsere Wehr eine Starke 9 Mann starke Ehrenabteilung. Die Zusammenarbeit mit der neuen Löschgruppe wird im Jahr 2013 entstehen.

Wehrleiter über das Ganze ist Kamerad Steffen Liermann. Ihm zur Seite steht Christoph Otte als Stellvertreter, Burghard Rickmann als Schriftführer, Hans-Georg Otte als Sicherheitsbeauftragter, Christian Ulrich als Hauptmaschinist, Bodo Otte als Kassenwart und als ständiger Berater in allen Belangen Hans-Joachim Wornath welcher aber mit Wirkung des 01.01.2013 freiwillig aus der Leitung ausgetreten ist.

Die Chronik wird noch erweitert.

Ich danke André Bugler für seine Zuarbeit zur Chronik. Er hat eine Facharbeit über die Feuerwehr geschrieben die er zur Verfügung gestellt hat.